Verlassen und still, dröhnend und stark
im regen sitzend, den Kopf in den Armen
hält den regen nicht aus, schluchzt, schreit und sagt:
kaum vorbei, doch vorüber, saß bald nie mehr im warmen.
zu wettern hörts wohl niemehr auf,
zu dicht die wolken sich drängen,
nasse menschen gleichsam zuhauf,
doch vermag keine noch so große menge die stille zu sprengen.
die brücke, die stadt, das wasser verschwimmt,
in dieser ach so dunklen nacht scheint keiner sich zu kümmern,
wenn einer einem alles nimmt.
in dieser ach so dunklen nacht sagt sich der eine:
wenn keiner mir den schutz gewährt und mir kein mitleid, trauer schindet,
ists außer mir auch sonst nichts wert, doch morgen sag ich, dann wird meine
die seele sein, die einzig eine,
die in der menge sein leben findet.
aufgestanden, durch den regen, den schutz nicht suchend,
eilend, ruhend, fest entschlossen, wie es nun ward,
nach hause, wohl doch wissend, dass sich die menge
auch morgen scharrt.
Donnerstag, 14. Februar 2008
sitzend
written by
Piy
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