aufgewacht im kältewimmer,
die decke wärmt kein stück genug
und in das fenster fällt ein schimmer
und jedes lächeln ein betrug
an mir und der gefrohrnen welt
denn ohne lust zieh ich mich an
im spiegel nichts, was mir gefällt
es geht sein' lauf, doch nicht voran
nach stunden der betäubten qual
die jeglichen willen durchbricht
ich fahre fort, hab keine wahl
tu was ihr wollt, doch will es nicht
die stunde geht, der schimmer kommt
der abschied währt nur eine nacht
der rausch der stimmen, der verstummt
lässt eine woge, die hier wacht
die woge aus verbranntem herz
sie hällt mich viele stunden wach
sticht auf mich ein, ich fühl kein' schmerz
sie sucht in mir, weiß nicht wonach
die hitze mehrt sich, bald ist schluss
ein nasses beil senkt sich zur stirn
es brennt sich ein, holt aus zum kuss
doch streicht nur sacht übers gehirn
und schweißgebadet lieg ich da
hör noch die letzte stimme schrein:
"ich geh zurück, wohin ich war,
werd morgen abend schon zurück sein"
das beil erloschen, abgekühlt
ein knabe nur, im tiefster ruh
bis er die eiskristalle fühlt
hat er jetzt seine äuglein zu
Mittwoch, 12. November 2008
screwed up day
written by
Piy
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